Nachbericht Pressefrühstück: Die 7 Dämm-Tugenden und 7 Dämm-Mythen, 21. Mai 2014, Wien

„Einfach drauf und passt schon“ – das gilt bei Wärmedämmverbund­systemen nicht. Alles steht und fällt mit Systemkomponenten, qualitätsvoller Planung und Verarbeitung. Nur diese Kombination schützt vor Bauschäden und hohen Kosten. Eine ganzheitliche Betrachtung ist notwendig, um langfristig energieeffiziente Gebäude garantieren zu können. Das war die Kernbotschaft der QG WDS beim Pressefrühstück am 21. Mai 2014 im forum mozartplatz in Wien.

Aktiv geht die Qualitätsgruppe Wärmedämmsysteme viel diskutierte Themen rund um Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) an. Die Jahreskampagne „7 Dämm-Tugenden und 7 Dämm-Mythen“ greift die wesentlichen Aspekte der Berichterstattung und Wahrnehmung von WDVS auf. Damit stehen MedienvertreterInnen relevante Informationen bereit. Unsicherheiten werden durch eine fachliche Berichterstattung vermieden.

 

Das Gespräch führten: Clemens Hecht (Sprecher der QG WDS) und Mathias Hanke (stellvertretender Vorstand der QG WDS)

 

Wärmedämmverbundsysteme sind Hightech

Eine energieeffiziente Zukunft ist mit hohen Anforderungen an das Planen und Bauen sowie an die Architektur verbunden. „Deshalb ist Fachpersonal notwendig“, so Mathias Hanke, stellvertretender Vorstand der QG. „Die Praxis zeigt gerade hier die Problematik: Verarbeitung von WDVS wird als einfach wahrgenommen, ist aber hochkomplex. Daher ist Wissen wichtig.“

 

Kommunikation ist der Weg

Missachtet werde immer wieder der direkte Kontakt zwischen Planer und Systemhalter. Selbst wenn es sich bei Wärmedämmung um ein Massenprodukt handle, seien individuelle Lösungen möglich, so Clemens Hecht, Sprecher der QG. Dabei gehe es nicht nur um die Optik von Gebäuden, sondern auch um bautechnische Lösungen, z.B. im Anschlussbereich von WDVS. „Lösungen werden im Dialog gefunden.“

 

Weg mit Pfusch

Das Hinzuziehen von Experten, wie z.B. eines zertifizierten Fachverarbeiters für WDVS, spart Kosten, Zeit und Nerven. Die meisten Bauschäden entstehen aufgrund unsachgemäßer Verarbeitung. Die QG WDS bietet in Kooperation mit Österreichs BAUakademien seit 2008 Schulungen zum zertifizierten Fachverarbeiter an. Auch wenn die Zahl der Kursteilnehmer steigt, äußerte Mathias Hanke den Wunsch: „Wir benötigen dringend mehr Nachfrage von Seiten der Auftraggeber, privat und öffentlich.“ Das Bewusstsein für Qualität muss auf breiter Ebene steigen. In Kürze wird eine Online-Datenbank verfügbar sein, die die österreichischen Betriebe mit geschulten Handwerkern umfasst.

 

Only bad news are good news?

Die vermeintliche Übervorteilung von Nutzern durch die Industrie komme vielfach daher, so Hecht, weil oft pauschale Aussagen getroffen würden − dies müsse kritisch betrachtet werden. Äußern sich Bewohner sanierter und gedämmter Gebäude zu fehlender Kostenersparnis, können Gründe dafür falsch gesetzte Maßnahmen und falsche Versprechungen sein. Hier hilft eine kompetente Planung im Vorfeld. „Berichte über Gebäude mit einer Bestätigung des geplanten positiven Effektes sind eben nicht reißerisch“, interpretiert Hecht und verweist dafür auf die gekürten Objekte des ETHOUSE Awards.

 

Die magische Zahl 7

Hintergrund der Jahreskampagne bildet der ETHOUSE Award, der von der QG WDS jährlich ausgeschrieben und 2014 zum siebten Mal vergeben wird. Der Architekturpreis prämiert Sanierungsprojekte, die den Energieverbrauch optimiert haben und sich durch eine gute Gestaltung auszeichnen. Damit dem Architekturwettbewerb mehr Aufmerksamkeit zukommt, wurde die mystische Zahl sieben herangezogen. Um Wärmedämmung ranken sich viele Mythen, die in der Öffentlichkeit für Verunsicherung sorgen. Die QG WDS stellt mit je 7 Dämm-Tugenden und Dämm-Mythen (oder Sünden) dar, was in Medien kursiert und die Wahrnehmung von Wärmedämmung beeinflusst.

 

Wohlfühlen

Was immer im Auge behalten werden muss, ist neben der Kosten-Nutzen-Rechnung das Wohlbefinden von Bewohnern und Gebäudenutzern. Dabei geht es um ein gesundes Raumklima und eine gesunde Umwelt.

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