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WDVS – Pflege & Wartung

WDVS – Pflege & Wartung

Witterungseinflüsse wirken sich auf die Lebensdauer des WDVS aus. Die Systemhalter von WDVS sind verpflichtet, eine Vielzahl an Prüfungen und Tests zu bestehen, die genau diese Faktoren simulieren und die Leistungsfähigkeit der Systeme nachweisen.

Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) bieten nicht nur einen hervorragenden Wärmeschutz im Winter bzw. einen Schutz vor Überhitzung im Sommer, sie schützen auch die Wand vor äußeren Einflüssen:

  • die Dämmung hält die Temperaturschwankungen im Wandbildner gering
  • das Putzsystem bietet Schutz vor derWitterung und
  • vor mechanischen Beanspruchungen.

Genau diese Einflüsse wirken sich auf die Lebensdauer des WDVS aus. Die Systemhalter von WDVS sind verpflichtet, eine Vielzahl an Prüfungen und Tests zu bestehen, die genau diese Faktoren simulieren und die Leistungsfähigkeit der Systeme nachweisen. Neben der produkttechnischen Eignung müssen WDVS nach der korrekten Planung und Verarbeitung gepflegt, gewartet sowie in weiterer Folge instandgehalten werden. Sowie für zahlreiche technische Produkte (z.B.Haustechnik, Kraftfahrzeuge oder Sportgeräte) ist eine regelmäßige Überprüfung notwendig. Die Erfahrungen aus etwa einem halben Jahrhundert mit erfolgreich fachgerecht verlegten und funktionierenden WDVS im deutschsprachigen Raum zeigen, dass Wärmedämmverbundsysteme mit einer Europäisch Technischen Zulassung ihre Funktion über einen langen Zeitraum zur Gänze bewahren. Der in der Europäisch Technischen Leitlinie für WDVS mindestens zu erwartende Nutzungszeitraum wird deutlich überschritten (siehe auch Beitrag „Lebensdauer von WDVS“ in Heft 3-4 / 2015 das a3BAUMAGAZIN). Damit erfüllen sie nicht nur ihre energieeinsparende Wirkung in vollem Umfang, sondern tragen auch zum Erscheinungsbild und Werterhalt der Objekte bei.

Wartung verlängert die Lebensdauer von WDVS

Wie bei den bereits zuvor genannten technischen Produkten hat die Wartung der Fassadenfläche in regelmäßigen Abständen in Abhängigkeit von Größe, Architektur und Lage zu erfolgen. In wiederkehrenden Abständen ist die Fassade im Speziellen auf nachstehende Punkte zu begutachten. Dies sollte vorwiegend durch Überprüfen

  • von Fensterbank-, Fenster-, Türanschlüssen und Fassadendurchdringungen (z.B.Geländeranschlüsse, Abluftrohre, Regenabfallrohre) auf Dichtheit, Versprödungund Abnützung,
  • von Fassadenflächen (z.B. auf Verunreinigungen wie Schmutz, Mikroorganismen) auf Risse, die oft nur durch Verschmutzung der Risse erkennbar sind, und aufmechanische Beschädigungen,
  • von Sockel- und Spritzwasserbereichen auf zum Beispiel den Zustand des Putzsystems, Undichtheiten, mechanische Beschädigungen und chemische Angriffe erfolgen.

Wenn erforderlich: rechtzeitig Maßnahmen setzen!

Für die Lebensdauer des WDVS sowie dasoptische Erscheinungsbild ist es entscheidend, bei Erkennen etwaigen Wartungsbedarfs schnellstmöglich Maßnahmeneinzuleiten. Wir empfehlen grundsätzlich,bei erkanntem Wartungsbedarf entsprechende Hilfestellung durch Fachfirmen, die zertifizierte Fachverarbeiter WDVS (ZFV) oder zertifizierte Bauleiter / Bautechiker angestellt haben, heranzuziehen. Diese haben einschlägige Kenntnisse und Kompetenzen.Für technische Beratungen sowie zur Auswahl der richtigen Vorgangsweise bei der Sanierung stehen Ihnen unsere Mitglieder sowie die Mitarbeiter der Fachfirmen zur Verfügung.

Übrigens: Punktuelle kleinflächige Reparaturen

Kleinflächige, mechanische Beschädigun-gen durch z.B. Vandalismus sind ehestmöglich fachgerecht hinsichtlich Witterung und Wärmeschutz zu reparieren. Reparaturen, die kleinflächig und punktuell durchgeführtwerden, heben sich optisch von der Gesamtfassadenfläche ab. Strukturelle und farbliche Unterschiede im Oberputz sind sichtbar.