Unsere Seiten: Zertifizierter Fachverarbeiter (ZFV) ETHOUSE Award Verarbeitungsrichtlinie (VAR) Zum Zertifizierter Fachverarbeiter (ZFV) Zum ETHOUSE Award Zur Verarbeitungsrichtlinie (VAR)

WDVS und historische Bausubstanz ‒ ein Widerspruch?

WDVS und historische Bausubstanz ‒ ein Widerspruch?

Bei jedem Gebäude sind im Sinne eines nachhaltigen Bauens die verschiedenen ökologischen, ökonomischen, technischen und gestalterischen Lösungen miteinander abzuwägen bzw. intelligent zu kombinieren. Eine Herausforderung ist es, diese Lösungen bei  Sanierungen, im Besonderen bei historischer Bausubstanz zu finden und umzusetzen.

Erschienen Dezember 2014, A3 DAS BAUMAGAZIN

2020 vergab die ARGE QualitätsgruppeWärmedämmsysteme (QG WDS) zum zehnten Mal den ETHOUSE Award. Damit werden Gebäudesanierungen gewürdigt, die eine innovative Herangehensweise an das Thema Energieeffizienz unter Beweis stellen.

Im Namen ETHOUSE sind die zwei Begriffe ETICS (engl. External ThermalInsulation Compound System) und HOUSE verbunden. Dass daraus auch Ethos gelesen werden kann, ist kein Zufall: Die thermische Gebäudesanierung ist eine unverzichtbare Maßnahme zum Erreichen der Klimaziele.

Bei den Einreichungen zum ETHOUSE Award finden sich regelmäßig Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen - so auch unter den Siegerprojeken wie z.B. 2020 der Goethehof in Wien oder 2015 das Wohnhaus der Stadt Wien in der Breitenfurterstrasse 242. Auch mit lobenden Erwähnungen kürte die ETHOUSE Jury den Umgang mit im Denkmalschutz stehende Objekte: 2018 der Kremser Sternhof und 2015 die Erzabtei St. Peter in Salzburg.

Was verbindet alle thermischen Sanierungen, die an historischer Bausubstanz erfolgen?

  • Es ist richtig und wichtig, dass vorhandene Baukultur zu erhalten ist. Wichtig ist ebenfalls, dass Energie einzusparen ist. Beides unter einen Hut zu bringen ist nicht immer einfach, aber möglich!
  • Für Sanierungen und die Baukultur gilt es,eine Betrachtungsweise zu etablieren, welche auf die speziellen Eigenschaften und Stärken der historischen Bauweisen eingeht und dauerhafte Maßnahmen zur Energieeffi-zienz ermöglicht.
  • Die am Bau beteiligten Personen müssenbereits bei der Planung von Sanierungen intensiv miteinander kommunizieren. Nur so können einvernehmliche Lösungen gefunden werden, die wiederum alle zufriedenstellen.
  • Zu jedem Bau gehört ein Bauherr, der Entscheidungen für oder gegen eine Maßnahme trifft. Der Bauherr entscheidet gemeinsam mit dem Fachplaner, welche Bausysteme verwendet werden!
  • Bei historischer Bausubstanz ist die Sensibilität des Planers gefragt. Sämtliche Details der energetischen Fassadensanierung sind sensibel und fachgerecht zu planen.Wenn nicht, stellt dies einen Planungsmangel dar und kann nicht dem WDVS angelastet werden.