Fachlexikon

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Treibhauseffekt

Durch Verbrennungsvorgänge (Heizung, Kfz-Verkehr, Industrieabgase) gelangen Spurengase und Partikel (CO2, NO, SO2, CO, Kohlenwasserstoffe, Staub, Ruß) in die Atmosphäre. Lichtstrahlen gelangen durch die Lufthülle auf die Erdoberfläche, werden dort unter Wärmeabgabe in Infrarot-Strahlung (IR-Strahlung) umgewandelt. Die IR-Lichtwellen strahlen in den Weltraum zurück und werden durch die erhöhten Anteile von Spurengasen in der Luft dabei behindert. Dadurch heizt sich die Erdatmosphäre wie in einem Treibhaus immer mehr auf. In der Folge beginnen die Eismassen der Pole und die Gletscher abzuschmelzen und die Wasserspiegel der Weltmeere zu steigen. Überflutungen und heftige Unwetter sind die Folge.

Thermografie

Aufnahme der Gebäudehülle mit einer speziellen Kamera. Mit Thermografie wird die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung (Infrarotlicht) bildlich dargestellt. Rote Stellen auf der Fassade sind warm (schlecht), blaue kalt (gut). Mit Hilfe dieser Wärmebilder können undichte Stellen (Ritzen, Fugen) im Gebäude aufgedeckt werden.

Temperaturverlauf

Wärme bewegt sich immer von Stellen mit hoher Temperatur zu Stellen mit niedriger Temperatur. Sind beide Temperaturen sowie die Wärmedurchlasswiderstände bekannt, kann der Temperaturverlauf in einem Bauteil ermittelt werden. Der Temperaturabfall in den einzelnen Schichten steht im Verhältnis zu dem jeweiligen Wärmedurchlasswiderstand bzw. Wärmeübergangswiderstand.

Tauwasserausfall

Das flüssige Wasser, das bei Unterschreitung des Taupunkts ausfällt. Es sollte gering bis gar nicht vorhanden sein. Tauwassereinfall tritt ein, wenn die Taupunkttemperatur der Luft erreicht ist. Das ist besonders dann der Fall, wenn in den Wintermonaten warme Raumluft durch Konvektion in einem Wärmedämmstoff eindringt. Feuchtigkeit mindert, je nach Konzentration, den Wärmedämmwert und kann zu Bauschäden führen.

Taupunkt

Jene Temperatur, bei der gasförmiger Wasserdampf flüssig wird. Bei ausreichender Dämmung liegt sie in den äußeren Schichten des Wandaufbaus (Dämmschicht). Luft, die nicht vollständig mit Wasserdampf gesättigt ist, hat eine relative Feuchte kleiner als 100 %. Das bedeutet, die Luft kann bei gegebener Temperatur weiteren Wasserdampf aufnehmen. Nimmt die Temperatur ab, nimmt die Aufnahmefähigkeit der Luft von Wasserdampf ab. Im Gegenzug steigt die relative Feuchte an. Beim Taupunkt ist eine relative Feuchte von 100 % erreicht. Die Luft kann keinen weiteren Wasserdampf aufnehmen. Es kommt zur Kondensation.