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Baupakt-Partner: Sanierungsoffensive fördern

Vier Baupakt-Partner sind sich einig: Die ökologischen und ökonomischen Krisen erfordern schnelles Handeln. Sie plädieren für einen Energiesparscheck als neuen Sanierungsscheck. Dieser stellt die Leistbarkeit sicher und forciert Dämmung zur raschen Reduktion von Kosten wie Energieverbrauch. Gleichzeitig wird die regionale Wertschöpfung gestärkt, Jobs geschaffen und erhalten.

Vier Stimmen, ein Positionspapier: Die Gewerkschaft Bau-Holz, der Fachverband Stein- und keramische Industrie, die Bundesinnung Bau und GLOBAL 2000 haben als Baupakt-Partner zusammengefunden. Sie sind sich einig, dass an effektiven, schnellen Maßnahmen zur Energieeinsparung kein Weg vorbei führt. Das ist ökonomisch zwingend und ökologisch notwendig.

Dabei spielt die thermische Gebäudesanierung eine relevante Rolle. Denn sie wirkt schnell und genau. Sie kann als Versicherung betrachtet werden in der aktuell unsicheren geopolitischen Konstellation. Denn ¼ des Energiebedarfs in Österreich beansprucht der Wohnbereich. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass durch eine ganzheitliche thermische Sanierung eine Energieeinsparung von über 70 Prozent möglich ist. Andererseits erfordert der Green Deal der EU noch weitere und schärfere Maßnahmen zur CO2-Reduktion.

 

Niedrige Sanierungsrate – hoher CO2-Austoß

Die Sanierungsrate liegt derzeit bei nur circa 0,5 bis 1 Prozent. Jedoch entfällt circa ein Drittel der Treibhausgas-Emissionen auf den Gebäudesektor. 50 Prozent des Gebäudebestands gilt als thermisch unzureichend. Zu Recht sind im aktuellen Regierungsprogramm bereits Maßnahmen im Bereich der Sanierung festgehalten.

 

Leistbarkeit gewährleisten – starke Werbekampagne

Eine Studie des SORA Instituts zeigt hohes ökologisches Bewusstsein bei Immobilien-BesitzerInnen. Sie zeigt auch, dass die Investitionsbereitschaft bei einer Fördersumme von etwa 20.000 Euro liegt. Dafür müssen, so im Positionspapier der Baupakt-Partner, die richtigen Rahmenbedingungen und passende Anreize geschaffen werden. Erst dann wird die Sanierungsrate steigen, so wie im Regierungsprogramm vorgesehen. Benötigt wird daher kurzfristig:

  1. Ein Förderbetrag, der die Leistbarkeit unterstützt: Eine Erhöhung der Fördersumme pro thermischer Sanierung von 6.000 Euro auf 20.000 Euro bzw. maximal 20 Prozent der Investitionskosten, wenn eine Energieeinsparung von mindestens 40 Prozent nachgewiesen wird.
  2. Eine breitenwirksame, bewusstseinsbildende Kampagne zur Bewerbung der Dämmung, analog zum Kesseltausch.

 

Baupakt-Partner alarmiert

Die vier Baupakt-Partner sehen große Risiken, wenn nicht weiter gehandelt und die thermische Sanierung explizit vorangetrieben wird. Da die Gasversorgung nicht gesichert ist, ist mit einer teilweise extremen Energieknappheit kurz- bis mittelfristig zu rechnen. Damit sinkt die Konjunktur weiter, gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit und parallel die Anzahl derer, die von Energiearmut betroffen sind. Befeuert wird die Situation durch die anstehende CO2-Bepreisung auch für den Nicht-ETS-Bereich Haushalte, Verkehr, Gewerbe. Damit erhöhen sich Heizkosten für viele weiter. Umso wichtiger ist es, Energie (-kosten) zu sparen. Hinzu kommt, dass aufgrund der Klimaerhitzung der sommerliche Wärmeschutz an Bedeutung gewinnt.

 

Rasche Lösung: thermische Gebäudesanierung

Eine thermische Sanierung wirkt schnell und zusätzlich genau. Voraussetzung dazu sind entsprechende Dämmmaßnahmen an der Fassade. Sie entlasten die Energieversorgung, ermöglichen die freie Auswahl einer modernen Heizanlage und den Einsatz effizienter Heiz- und Kühlsysteme einschließlich entsprechend optimierter, kleiner Heizgeräte (z. B. 6 statt 20 kW).

 

Die beste Energie ist die, die nicht erzeugt und verbraucht werden muss!

Hier gehts zum Positionspapier.

Die Pressemeldung vom 17.10.2022 finden Sie hier.

Lesen Sie auch: Kein Heizkesseltausch ohne Dämmung. Unser gemeinsames Pressestatement mit dem Zukunftsforum SHL – der Verband Österreichs Installateuren.

  • Baupakt-Partner: Forderung nach neuer Sanierungsoffensive; Foto: Pexels/Miguel a Padrinan
Baupakt-Partner: Forderung nach neuer Sanierungsoffensive; Foto: Pexels/Miguel a Padrinan
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